impuls 2 // 2018
E N E R G I E 5 oder Flachdach. Selbst wenn die Lage des Hauses nur eine Ost-West-Ausrichtung der Anlage ermöglicht, ist das meist kein Problem mehr. „Das Preis-Leistungs-Ver- hältnis der Module hat sich so weit ver- bessert, dass eine hohe Wirtschaftlich- keit auch dann noch gegeben ist“, betont der Energieberater. Daneben prüfen Experten, ob die Statik des Daches passt, ob die Module ord- nungsgemäß angebracht werden können und wie sich die Solaranlage in das Netz vor Ort integrieren lässt. Und auch die Elektroinstallation im Haus entscheidet darüber, wie schnell die Anlage in Betrieb genommen werden kann. Idealerweise liegen bereits Leerrohre im Gebäude und die Unterverteilung sowie die vorhan denen Leitungen entsprechen dem ak tuellen Stand der Technik. Ist die Ent scheidung für das passende „daheim Solar“-Paket gefallen, übernehmen regi onale Partnerbetriebe Montage, Installa- tion und spätere Wartung der Anlage. Generell werden bei der Installation der aktuelle Stand von Technik und Montage- vorgaben berücksichtigt. Neu seit diesem Jahr ist der standardmäßige Einbau eines Blitz-/Überspannungsschutzes. Auch werden nun sogenannte monokris- talline Hochleistungsmodule verbaut, die mehr Ertrag pro Fläche generieren. Und ein zusätzlicher Pluspunkt: die schönere Optik, denn die Module sind komplett schwarz. Speichern und sparen Auch für Manfred Unsöld wurde das für ihn passende Paket aus Kollektoren, Un- terkonstruktion und Batterie zusammen- gestellt: eine 4,72 Kilowatt-PV-Anlage auf dem Dach und ein Speicher mit 4,6 Kilo- wattstunden (kWh) Speicherkapazität im Keller. Nach Berechnungen der ENERGIE- Fachleute kann Manfred Unsöld damit etwa 4200 kWh Strom selbst erzeugen und dadurch rund 70 Prozent des tägli- chen Bedarfs abdecken. Gegenüber sei- nem bisherigen Verbrauch bedeutet das rund 2300 kWh Ersparnis. In Zukunft produzieren die bis dato 50 „daheim Solar“-Kunden für ihren Hausverbrauch rund 138000 Kilowatt- stunden Strom selbst und müssen diese Menge nicht mehr aus dem Netz beziehen. Nur der Strom, der we- der sofort verbraucht, noch gespeichert wer- den kann, fließt zu den üblichen Vergütungs- sätzen ins Netz. Günstiger Stromtarif inklusive Auch dann, wenn die Anlage nicht genug Strom produziert und der Speicher leer sein sollte – etwa bei längeren Schlechtwetterphasen – hat die ENERGIE eine entsprechende Lösung parat. Daniel Emrich erklärt: „Wir bieten mit unserem Produkt ‚meinSTROM solar‘ eine optimale Ergänzung zur eigenen Photovoltaikanlage.“ Ganz im Sinne des Umweltschutzgedan- kens bekommen aber auch Kunden ohne Photovoltaikanlage Ökostrom von der ENERGIE geliefert: standardmäßig aus überregionalen regenerativen Energiequel len. Und Kunden, die Ökostrom bevorzu- gen, der direkt in der Region produziert wird, können das Preismodell ‚meinSTROM natur‘ wählen. Woher der regionale Öko- strom stammt, sehen Sie im Kasten. Der Trend geht weiter Doch lohnt es sich bei den sinkenden Fördersätzen überhaupt noch, in eine So- laranlage auf dem eige- nen Dach zu investie- ren? Unbedingt, betont Energieberater Daniel Emrich und erklärt: „Die eigene Photovoltaikan- lage macht durchaus Sinn. Wichtig dabei ist eben: ein möglichst ho- her Eigenverbrauch!“ Das Modell der Selbst- versorgung liegt wei- terhin im Trend und die Experten der ENERGIE sind sich sicher, dass dieser Boom noch lange anhält. Zudem geht es mit großen Schritten auf die 100. Anlage zu. Ausführlichere Informationen zu den ein- zelnen „daheim Solar“-Paketen sowie ein Online-Konfigurator finden sich unter daheim-solar.die-energie.de . Fragen be- antworten die ENERGIE-Experten telefo- nisch unter (093 53) 7901-608 oder per E-Mail an daheim-solar@die-energie.de Das Angebot kommt an: Mittlerweile wurde die 50. „daheim Solar“-Anlage installiert. Und zwar in Lohr bei Manfred Unsöld und UlrikeWehmeyer. Noch mit im Bild: Daniel Emrich und Thomas Rüb „Bei einem mög- lichst hohen Eigenverbrauchs anteil rechnet sich eine Photovoltaik- anlage immer noch.“ Daniel Emrich, Energieberater der ENERGIE Karlstadt Regenerative Erzeugung in der Region Anlagenart Anzahl Leistung/KW PV-Anlagen 929 23435 Biogasanlagen 3 280 Windkraftanlagen 4 8000 Wasserkraftwerke 3 155 Insgesamt betrug der Stromumsatz imNetzgebiet der ENERGIE 2017 rund 256Mil- lionen Kilowattstunden (kWh), davon wurden rund 33 Millionen kWh durch erneuerbare Energien erzeugt. Der Strombedarf der Haushaltskunden wird mitt- lerweile zu 43 Prozent mit Ökostrom gedeckt, der in der Region erzeugt wurde.
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