impuls 1 // 2019

Vom Weltraum in den eigenen Keller: Bereits im Jahr 1838 entwickelt, fand die Brennstoffzelle erstmals größere Beachtung bei den Apollo-Missionen der NASA in den 1960er-Jahren. Jetzt wird die Technik für den privaten Gebrauch neu entdeckt. Aus guten Gründen: Brennstoffzellen senken die Energiekosten um bis zu 40 Prozent und halbieren die CO � -Emissionen. Damit erfüllen sie die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV), die es bei Neubauten zu beachten gilt. Strom und Wärme Doch wie funktioniert eine Brennstoffzelle? Sie er- zeugt Strom und Wärme aus Erdgas. Dazu benö- tigt die Brennstoffzelle aber eigentlich nur den im Erdgas enthaltenen Wasserstoff, den ein Reforma- tor abspaltet. Unter Zufuhr von Sauerstoff aus der Luft kommt es zu einer chemischen Reaktion – Experten sprechen von einer „kaltenVerbrennung“. Hierbei entstehen Gleichstrom und Wärme. Noch im Gerät wandelt ein Inverter diesen Gleichstrom in nutzbaren Wechselstrom um. Die Abwärme erhitzt mittels spezieller Überträgermedien Was- ser, das in einen Speicher gelangt. Aus dem spei- sen sich die Heizung und die Warmwasserberei- tung. Diese gleichzeitige Produktion von Strom und Wärme ist extrem effizient. Deshalb senken Brennstoffzellen sowohl die Energiekosten als auch die Schadstoffemissionen. Noch sind Brennstoffzellenheizungen vergleichs- weise kostspielig in der Anschaffung. Sie schlagen mit 30000 bis 35000 Euro zu Buche. Allerdings Wer Interesse daran hat, Pilotkunde zu werden, richtet seine Bewerbung schriftlich an Matthias Seidel, Telefon (0 93 53) 79 01-6 70, E-Mail: seidel@die-energie.de Bei mehreren Meldungen entscheidet das Los. gibt es zahlreiche Förderungen, die die Anschaf- fung finanziell erleichtern: Die KfW-Förderung be- trägt 9300 Euro. 1800 Euro gibt es auf Grundlage des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes. Und auch die ENERGIE unterstützt Brennstoffzellenpioniere: Sie bezuschusst die Technik mit 1000 Euro. So kom- men 12100 Euro Fördergelder zusammen. Jetzt Pilotkunde werden „Brennstoffzellen sind effizient und umweltscho- nend. Wir halten sie daher für einen guten Weg derWärmeerzeugung, für Neu- als auch für Altbau­ ten“, erklärt Matthias Seidel , Energieberater der ENERGIE. Deshalb suchen die Experten Bauherren, die sich bereit erklären, die innovative Heiztechnik als Pilotkunden einbauen zu lassen – mit einem preislichen Nachlass von 2500 Euro. Allerdings gilt es, ein paar Kriterien zu erfüllen: einMindeststrom- verbrauch von 4000 Kilowattstunden pro Jahr, ein Gasverbrauch von jährlich 20000 Kilowattstunden oder mehr in einem Haushalt von mindestens vier Personen. Selbstverständlich ist es auch möglich, von Heizöl umzustellen. Dann sollte der Verbrauch bei wenigstens 2000 Litern im Jahr liegen. Zudem muss das Baugrundstück über einen Zugang zum Erdgasnetz der ENERGIE verfügen. Energiekosten senken und gleichzeitig der Umwelt etwas Gutes tun – eine Brennstoff­ zellenheizung macht genau das möglich. Denn sie produziert nicht nur Wärme, sondern gleichzeitig noch Strom. Alte Technik neu entdeckt BRENNSTOFFZELLE Gut beraten, besser gefördert Förderprojekte für ener- getische Sanierungen gibt es nicht nur von der ENERGIE – auch der Staat stellt stattliche Summen bereit. Was gefördert wird, wie und welche Bedingungen gelten, erklärt die Fördermittel- beratung der ENERGIE. Die Experten konnten ihren Kunden im Jahr 2018 bereits insgesamt zu einer Fördersumme von 113657,42 Euro verhelfen. Sie haben Interesse? Dann wenden Sie sich an Matthias Seidel seidel@die-energie.de, Telefon (09353) 7901-670. Foto: inhauscreative – iStock 14 SERVICE Illustration: Janis Abolins – Fotolia

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